Der Bariton Tibor Brouwer wurde in Stuttgart geboren und erhielt schon früh Gesangsunterricht bei Prof. Dunja Vejzovic. Er studierte Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe in der Klasse von Prof. Donald Litaker und vertiefte seine Ausbildung in den Meisterklassen von Hilde Zadek, Udo Reinemann, Anne Le Bozec, Renata Parussel und Malcolm Walker sowie in der Liedklasse von Hartmut Höll und Mitsuko Shirai. Er war Stipendiat der Hilde-Zadek-Stiftung. Auf der Opernbühne war er bereits in Partien wie Tomski (Pique Dame), Guglielmo (Così fan tutte) Herr Fluth (Die lustigen Weiber von Windsor), Silvio (Pagliacci) oder Alfio (Cavalleria rusticana) zu erleben. Eine zentrale Rolle in seinem Repertoire ist Mozarts Don Giovanni, den der junge Bariton bisher in mehr als 90 Vorstellungen in verschiedenen Produktionen verkörperte, zuletzt am Theater für Niedersachsen. Gastspiele und Engagements führten ihn u.a. an Häuser wie das Theater Pforzheim, Gasteig München, Stadttheater Ingolstadt, Konzerthaus Karlsruhe, Liederhalle Stuttgart, das Badische Staatstheater Karlsruhe, Nationaltheater Mannheim, das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth, die Staatsoper Stuttgart, das Festspielhaus Baden-Baden oder die Salzburger Festspiele. Tibor Brouwer arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Jaques Delacôte, Justin Brown, Alicja Mounk, Alexander Soddy, Lutz Rademacher, Richard van Schoor, Werner Seitzer, Holger Speck, Jari Hämäläinen, Jörg Halubek oder Pavel Baleff und Regisseuren wie Sebastian Nübling, Knut Weber, Georg Köhl, Marcus Everding, Bruno Klimek, Georg Blüml, Robert Tannenbaum, Achim Thorwald und Dominique Mentha zusammen. Der Sänger trat mit Ensembles und Orchestern wie dem Ensemble Baroque L’Orfeo Bordeaux, Il Gusto Barocco Stuttgart, Les Favorites Rastatt, Residenzorchester Baden-Württemberg, Thüringer Philharmonie, Baden-Baden Philharmonie und der Badischen Staatskapelle auf.

Tibor Brouwer befasst sich auch intensiv mit dem Kunstlied. So konnte er zum Beispiel zusammen mit dem Liedpianisten Matthias Alteheld Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“ im Rahmen eines Liederabends am Badischen Staatstheater Karlsruhe und im Ahnensaal der Barockresidenz Schloss Rastatt darbieten. Dort gab er weitere Liederabende mit Werken von Wolf, Schubert, Schumann, Brahms, Vaughan Williams, Duparc, Ibert und Ravel.